Der Kick-Aufschlag ist eine interessante taktische Option, um den zweiten Aufschlag abzusichern oder die Flugbahnen zu variieren. Im Gegensatz zum glatten Aufschlag setzt er auf einen stark ausgeprägten Topspin, der den Ball nach dem Aufspringen hoch abspringen lässt, was den Return des Gegners erschwert. Diese Bewegung erfordert etwas Übung, um Ballwurf, Körperhaltung und den Schlägereinsatz zu koordinieren. Hier sind die wichtigsten Schritte, um diesen Schlag aufzubauen.
Das Prinzip des Kick-Aufschlags
Der Kick-Aufschlag basiert auf einer starken Rotation des Balls. Die Idee ist, die Rückseite des Balls von unten nach oben zu „bürsten“, idealerweise in einer Flugbahn von 7 Uhr nach 1 Uhr auf dem Zifferblatt einer Uhr, um einen hohen Absprung und eine bogenförmige Flugbahn zu erzeugen. Hierbei ist die Geschwindigkeit Ihres Schlägerkopfes im Treffmoment wichtiger als reine Muskelkraft.
Das Management des Ballwurfs
Der Ballwurf ist das Element, das über den Erfolg der Bewegung entscheidet. Für den Kick muss sich der Ball leicht über und hinter Ihrem Kopf befinden.
Warum diese Position: Sie begünstigt das Einnehmen der Bogenspannung und platziert Sie ganz natürlich unter dem Ball.
Die Konsequenz: Wenn Sie den Ball zu weit vor sich werfen, sind Sie gezwungen, ihn nach vorne zu schlagen. Dadurch wird der Topspin-Effekt aufgehoben und Ihr Aufschlag verwandelt sich in einen glatten Aufschlag oder einen Slice.
Der Schlägereinsatz
Der Schlägergriff ist unerlässlich: Sie müssen den Kontinentalgriff (Hammergriff) verwenden. Ohne diesen Griff ist die Pronation des Unterarms physikalisch unmöglich. Versuchen Sie im Treffmoment, den Schlägerkopf nach oben zu beschleunigen. Ihr Arm muss locker bleiben, damit das Handgelenk die Bewegung im letzten Moment peitschenartig beschleunigen kann. Das Ausschwingen endet oft auf der gegenüberliegenden Seite Ihres Wurfarms, da die Schlägerbahn den Ball umreißt, um den Drall zu erzeugen.
Einige Anhaltspunkte für das Training
Um zu überprüfen, ob Ihre Bewegung effektiv ist, beobachten Sie den Absprung im Aufschlagfeld.
Die Flugbahn: Der Ball muss deutlich mit einer spürbaren Kurve über das Netz fliegen.
Der Absprung: Sobald der Ball den Boden berührt, muss er hochspringen und – je nach Dosierung – zur Seite ausbrechen. Wenn Sie im Treffmoment ein trockenes Reibungsgeräusch hören, haben Sie den Ball gut „gematched“.
Die Bedeutung der Lockerheit
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Drall mit Gewalt über den Unterarm erzwingen zu wollen. Verkrampfung ist kontraproduktiv, da sie die Bewegung des Handgelenks blockiert und die Schlägerkopfgeschwindigkeit einschränkt. Halten Sie den Griff locker und lassen Sie den Peitscheneffekt durch die Geschwindigkeit Ihrer Gesamtbewegung und das Strecken Ihrer Schulter entstehen. Der Kick-Aufschlag baut auf Fluidität auf, wodurch sich die Bewegung ohne unnötige Ermüdung wiederholen lässt.
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