Squash: Die PSA überarbeitet das Format ihrer Tour Finals für mehr Dynamik

Gesetze und Bonuspläne Nicolas Reale Veröffentlicht am 03/09/2026

Der professionelle Squashsport modernisiert weiter seine Strukturen, um den Erwartungen der TV-Sender und des Publikums gerecht zu werden. Die Professional Squash Association (PSA) hat eine umfassende Neugestaltung des Spielformats für die PSA Squash Tour Finals offiziell bestätigt. Diese Transformation soll das Spektakel intensiver gestalten sowie die Verständlichkeit des Turniers erhöhen und verändert das Erscheinungsbild des Saisonfinals grundlegend.

Das Ende der Rechenspiele: Wechsel zum K.-o.-System

Die sichtbarste Änderung dieser Reform besteht in der vollständigen Aufgabe des traditionellen „Round Robin“-Formats, bei dem die Spieler in zwei Vierergruppen gegeneinander antraten.

  • Ein K.-o.-Tableau ab Tag eins: Das Turnier wechselt ab dem Viertelfinale zu einem klassischen K.-o.-System. Die acht besten Herren und die acht besten Damen der Weltrangliste stehen somit sofort unter Druck – ohne Sicherheitsnetz bei einem anfänglichen Ausrutscher.

  • Bessere Übersichtlichkeit: Für Zuschauer wie auch für TV-Überträger sind die Ausgangslage und die Brisanz jeder Begegnung sofort greifbar, da komplexe Berechnungen von Sätzen oder Punkten aus Gruppenphasen entfallen.

Vereinheitlichung auf „Best of 5“ und Einführung des Sudden Death

Um die sportliche Intensität zu steigern, haben die Verantwortlichen das Wettkampfformat harmonisiert und die traditionellen Tie-Break-Regeln aufgebrochen.

  • Durchgängig Best-of-Five: Während die ersten Runden und Gruppenphasen früher im Best-of-Three-Modus ausgetragen wurden, wird nun die gesamte Konkurrenz im „Best of 5“ gespielt. Dies verlangt den Athleten vom Auftaktmatch bis zum Finale konstante physische Höchstleistungen ab.

  • Der Entscheidungspunkt bei 10:10: Die historische Regel, die zwei Punkte Vorsprung für den Satzgewinn vorschrieb, fällt in den ersten vier Sätzen weg. Bei einem Stand von 10:10 greift der Sudden Death: Wer den nächsten Punkt erzielt, gewinnt direkt den Satz (11:10), was die Dramatik in den Endphasen der Sätze spürbar erhöht.

Zwischen athletischem Anspruch und TV-Anforderungen

Diese Umstrukturierung ermöglicht es, das Event auf vier intensive Tage zu verdichten und dem Publikum ein direkteres Format zu bieten. Mit reinen K.-o.-Spielen und nervenaufreibenden Satzenden bekräftigt der Profi-Squashsport seinen Anspruch, ein dynamisches und perfekt für den Bildschirm zugeschnittenes Spektakel zu bieten.

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