Der prestigeträchtige Wimbledon Club in London öffnet an diesem Dienstag, den 24. März, seine Pforten für die Ausgabe 2026 der Optasia Championships. Dieses Turnier der Kategorie PSA World Tour Gold, das mit 129.000 US-Dollar für die Herren- und Damenkonkurrenz dotiert ist, gilt als der entscheidende Gradmesser des Frühlings. Da die Punkte für die Weltrangliste schwer wiegen, bereitet sich die Elite des Welt-Squashs auf eine erbitterte Schlacht auf dem Glas-Court vor.
Ägyptische Vorherrschaft unter Druck
Der Titelverteidiger und aktuelle Weltranglistenerste, der Ägypter Mostafa Asal, geht als großer Favorit ins Rennen. Die Konkurrenz war jedoch noch nie so stark. Karim Abdel Gawad, die Nummer zwei der Setzliste und ehemaliger Sieger an diesem Ort, kehrt in technischer Bestform zurück. Bei den Damen muss die Titelverteidigerin Hania El Hammamy mit der Rückkehr von Nour El Sherbini rechnen, die fest entschlossen ist, ihren Londoner Thron zurückzuerobern.
Lokale Hoffnungen und die europäische Bedrohung
Das englische Publikum wird nur Augen für Joel Makin haben, die britische Nummer eins (an Nr. 4 gesetzt), dessen physische Ausdauer im Wimbledon Club legendär ist. Bei den Damen hofft Georgina Kennedy, die unglückliche Finalistin des Vorjahres, endlich die Trophäe vor heimischem Publikum in die Höhe stemmen zu können. Auf französischer Seite richten sich die Blicke auf Victor Crouin (Nr. 6 der Welt). Nach einer intensiven Vorbereitung führt er eine ehrgeizige französische Delegation an, zu der auch Grégoire Marche und Baptiste Masotti gehören. Für diese Spieler ist ein Erfolg in London entscheidend im Hinblick auf die PSA Tour Finals, die im kommenden Juni in Paris stattfinden werden.
Ein Laborturnier für die Olympischen Spiele 2028
Der Einsatz bei dieser Optasia 2026 geht über den bloßen Titel hinaus. Zwei Jahre vor dem olympischen Debüt von Squash in Los Angeles dient jedes Gold-Turnier als Generalprobe. Die Verantwortlichen der PSA beobachten genau die Entwicklung junger Talente wie des Engländers Jonah Bryant oder des Ägypters Mohamad Zakaria (18 Jahre), die bereits die bestehende Hierarchie durcheinanderbringen. Der Umgang mit Druck und Beständigkeit über eine intensive Wettkampfwoche hinweg sind die Schlüssel für diese zukünftigen Olympioniken.
Fazit
Die Optasia Championships 2026 versprechen eine Woche Sport auf höchstem Niveau in einem historischen Rahmen. Zwischen der Verteidigung der ägyptischen Titel und der Revolte der europäischen Außenseiter verspricht das Spektakel interessant zu werden. Die Finals am 29. März werden uns zeigen, wer in diesem Jahr im Wimbledon Club regiert: die Kraft oder die Präzision.
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